Der Buddhismus

Der Buddhismus ist eine Weltreligion mit weltweit ca. 380 Millionen Anhängern, die auf den Lehren des Siddhartha Gautama, dem historischen Buddha („Erwachter“), beruht. Die Entwicklung des Buddhismus geht bis in das vierte Jahrhundert v. Chr. zurück und begann im indischen Subkontinent. Heute ist der Buddhismus primär in Süd –, Südost – und Ostasien verbreitet und allein ein Viertel aller Buddhisten leben in China.

Die Lehre des Buddhismus

Die Grundlagen der buddhistischen Lehre sind die vier edlen Wahrheiten, nach denen das Leben von der Geburt an über das Alter und Krankheit bis zum Tode von Leid geprägt ist, Gier, Hass und Verblendung für dieses Leid Verantwortung tragen, die Vermeidung dieser Geistesgifte zukünftiges Leid verhindern kann und zuletzt der edle achtfache Pfad Übungen für das Entstehen von Glück und die Verhinderung von Leid bereit hält.

Das Nirwana ist die höchste Ebene des Buddhismus

Das Nirwana ist die höchste Ebene des Buddhismus

Ziel der buddhistischen Lehre ist die Überwindung des leidhaften Daseins sowie das vollständige Verständnis der vier edlen Wahrheiten durch Erlangen von Bodhi („Erwachen“). Mit Bodhi kann auch Nirwana erreicht werden, die höchste Entwicklungsstufe des Bewusstseins, die fernab jeglicher materieller Bezüge in intensiven meditativen Übungen oder andauernder Achtsamkeitspraxis erlebt wird. Nirwana ist die höchste Form des Erlebens und des Empfindens und ist der Ausweg aus dem Kreislauf des Lebens („Samsara“) sowie allen karmischen Ursachen, Wirkungen und den damit verbundenen Konzept der Wiedergeburt.

Insgesamt haben sich drei große Schulen der buddhistischen Lehre entwickelt: Theravada („Lehre der Ordens-Älteren“), die sich ausschließlich auf die ältesten erhaltenen buddhistischen Überlieferungen bezieht, Mahayana („großes Fahrzeug“) sowie Vajrayana („Diamant-fahrzeug“), die auch als Tibetischer Buddhismus bekannt ist.

Besonderheiten des Buddhismus

Primär unterscheidet sich der Buddhismus von anderen Religionen dadurch, dass die Lehre keine traditionellen Gottheiten verwendet, deren Einfluss auf das Weltgeschehen erbittet werden könnte, sondern Buddha im ursprünglichen Buddhismus lediglich als Wegweißer und Lehrer des Pfades der Erlösung auftritt. Die buddhistische Lehre kennt somit keinen allmächtigen Schöpfergott, der einen Gesandten auf die Erde geschickt hat, um die Menschen zu erlösen, wie z.B. Jesu Christi im Christentum. Daraus resultiert zudem eine einzigartige Stellung des Menschen im Buddhismus, der keiner höheren Macht untergeordnet ist, der er Gehorsamkeit leisten müsste.

Der Buddhismus unterscheidet sich darüber hinaus insbesondere durch verschiedene Feiertage von anderen Weltreligionen. So feiern die Buddhisten z.B. Ende Mai bzw. Anfang Juni Visakha Puja, den Buddha – Tag, um an Buddhas Geburt, Erleuchtung und Eintritt ins Nirwana zu erinnern.

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